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TU Berlin

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Platform Cleaners

Potentiale und Risiken plattformvermittelter Reinigungsarbeit in Deutschland

 

Projekthintergrund

Mit diesem Forschungsvorhaben soll die bisherige Forschung zu plattformbasierter Arbeit erweitert werden. Während es zum Beispiel zu plattformvermittelten Lieferdiensten bereits eine Reihe von Studien gibt, ist Plattformarbeit im Bereich haushaltsnaher Dienstleistungen und insbesondere im Reinigungssektor bisher wenig erforscht. Da Reinigungsdienste zu einem Großteil von Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund ausgeführt werden, stehen hier Bevölkerungsgruppen im Vordergrund, die nicht nur Benachteiligungen am Arbeitsmarkt erfahren, sondern auch wissenschaftlich oft unterrepräsentiert bleiben. Der Bereich der plattformbasierten Arbeit eröffnet neue Herausforderungen hinsichtlich der Arbeitsmarktregulierung, da viele arbeitsrechtliche Errungenschaften durch Plattformarbeit umgangen werden können. Damit soll dieses Forschungsprojekt einen Beitrag zur Frage der Geschlechter(un)gleichstellung und Gleichstellung migrantischer Arbeitnehmer*innen im digitalen Wandel leisten.

 

Projektziele

Das Ziel des Forschungsprojekts ist es, die sich durch plattformbasierte Arbeit ergebenden Veränderungen im Reinigungssektor aus Sicht der Plattformarbeiter*innen zu untersuchen; zudem wird die Motivlage der Nutzer*innen in den Blick genommen. Dabei stehen folgende Forschungsfragen im Vordergrund:

  • Welche Erfahrungen haben Reinigungskräfte mit plattformbasierter Arbeit, insbesondere hinsichtlich der Arbeitsbedingungen, gemacht?
  • Aus welchen Motivlagen heraus werden plattformbasierte Reinigungsdienste durch die Nutzer*innen nachgefragt?
  • Wie beeinflusst die digitale Infrastruktur der Plattformen die Arbeitsbedingungen und Erfahrungen der Reinigungskräfte sowie die Motivlagen der Nutzer*innen?
  • Welche wirtschaftspolitischen Schlussfolgerungen lassen sich aus dem vorliegenden Forschungsprojekt hinsichtlich der Regulierung von plattformbasierter Arbeit im Reinigungssektor ziehen?

 

Methoden

Aufgrund des explorativen Charakters werden qualitative Forschungsmethoden angewendet. Mithilfe von Interviews werden die Erfahrungen und Perspektiven der Reinigungskräfte insbesondere hinsichtlich der Arbeitsbedingungen sowie die Motivlage der Nutzer*innen in den Blick genommen.

Die Auswertung der Interviews erfolgt anhand des Grounded-Theory-Ansatzes. Zunächst werden dabei die Perspektiven der Reinigungskräfte hinsichtlich positiver und negativer Seiten der plattformbasierten Arbeit analysiert. Damit steht die Frage des Potentials der Reduzierung informeller Arbeit, das Risiko von (Pseudo-)Selbstständigkeit und der Organisierung von Arbeiternehmer*innen-Interessen im Zentrum. Hinsichtlich der Motivlagen der Nutzer*innen steht im Vordergrund, aus welchen Gründen plattformbasierte Reinigungsdienste nachgefragt werden und welche Rolle Arbeitsbedingungen und digitale Infrastruktur, aber auch spezifische Charakteristika dieser haushaltsnahen Dienstleistung, spielen.

 

Zeitplan und Finanzierung:

Das Projekt läuft von 1.4.2020 bis 31.3.2022 und wird von der Hans-Böckler-Stiftung gefördert.

 

Projektkoordination und Ansprechpartner:

Das Projekt wird von der Wirtschaftsuniversität Wien, Department für Sozioökonomie, und der TU Berlin, Fachgebiet Arbeitslehre/Ökonomie und Nachhaltiger Konsum (ALÖNK) durchgeführt.

 

AnsprechpartnerInnen an der TU Berlin sind:

Projektleitung:

Prof. Dr. Ulf Schrader (schrader@tu-berlin.de)

 

Wissenschaftliche Mitarbeiterin:

Dr. Stefanie Gerold ()

 

 

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